Fahrzeugnavigation bei Einsatzfahrzeugen
Die intelligente Fahrzeugnavigation hält schon seit geraumer Zeit auch bei den Rettungskräften Einzug. Insbesondere durch die Bildung von Großkreisen und der Zusammenlegung von Leitstellen zu "Integrierten Regional-Leitstellen" besteht zum Beispiel im Rettungsdienst die Notwendigkeit, die Fahrzeuge effizienter einzusetzen um diese großflächigen Versorgungsgebiete abzusichern.
Ein wichtiger Aspekt bei der Ausstattung der Fahrzeuge mit solchen Systemen ist die zu erwartende Umstellung auf den Digitalfunk, die in den kommenden Jahren zu erwarten ist.
Mit dem Swissphone-Funkdatenmodul "FDM" steht hier ein zukunftsweisendes Produkt zur Verfügung, welches bereits die Schnittstellen für die Digitalfunkgeräte vorgesehen hat.
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Notarztwagen mit Funkdatensystem | | "Pagerdarstellung": |
Referenzprojekt "Integrierte Rettungsleitstelle Lausitz" in Cottbus
Die nachfolgend aufgeführte Lösung wurde bereits 2006 in der Leitstelle des Landkreis Elbe-Elster in Herzberg eingesetzt. Durch die Anbindung des Landkreises Elbe-Elster an die "Integrierte Rettungsleitstelle Lausitz" in Cottbus und den Wegfall der eigenen Leitstelle wird diese Lösung seit Mitte des Jahres 2007 in Cottbus erfolgreich eingesetzt. Auch die angeschlossenen Landkreise Spree-Neisse, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz haben sich für die Ausstattung der Fahrzeuge mit dem Swissphone Funkdatenmodul entschieden. Somit steht den Einsatzdisponenten in der integrierten Rettungsleitstelle in Cottbus ein effizientes Hilfsmittel zur Verfügung, die Fahrzeuge optimal zum Einsatz zu bringen.
Durch den Einbau von Fahrzeugnavigationssystemen mit ext. Datenschnittstelle zu einem Funkdatenmodul, welches die Daten von der Leitstelle empfängt, wurden hier folgende Effekte erreicht:
| Routenoptimierung | Durch die direkte Übertragung der Zielkoordinaten in die Fahrzeuge können sich die Einsatzkräfte auf die Fahrt und den Einsatz konzentrieren. Die Wegesuche mit Karten entfällt und die Ausrückezeiten bis zum Einsatzort verkürzen sich. |
| Fahrzeuglokalisierung | Der Leitstellendisponent sieht auf einer Karte die verfügbaren und freien Fahrzeuge. Neben den Einsatzvorschlägen aus dem ELR kann auch das räumlich nächste Fahrzeug für einen Folgeeinsatz disponiert werden. |
| Redundanz | Mit der Möglichkeit, FMS-Telegramme via FDM zu übertragen können auch ausserhalb des Funkversorgungsbereiches FMS-Stati an die Leitstelle übertragen werden. Insbesondere bei Verlegungsfahrten ist dies ein enormer Vorteil zur Dokumentation der Einsätze. |
| Entlastung Funk | Durch die Nutzung des GSM/GPRS-Netzes wird der 4m-Funkverkehr nicht zusätzlich belastet. Bei Großschadenslagen entfallen somit Funkgespräche über Anfahrtswege Rückfrage zu den Einsatzdaten. |
| Datenschutz | Sensible Patientendaten werden nicht mehr per Funk oder Meldeempfänger übertragen. Die Hohe Verschlüsselungsrate im GPRS-Netz stellt die Diskretion der Einsatzdaten sicher. |
| | Navigationslösung mit Swissphone FDM (Funk-Datenmodul) | | |
| Das Swissphone Funkdatenmodul (FDM) erlaubt in Verbindung mit einem Garmin-Navigationssystem, Einsatzkoordinaten direkt mit der Alarmmeldung an das Einsatzfahrzeug zu übertragen. Somit erfolgt die Zielnavigation vollautomatisch mit der Alarmierung der Einsatzkräfte. Die Fahrzeugbesatzung kann sich dadurch ohne unnötige Ablenkung auf den Einsatz konzentrieren. Zusätzlich können zum Beispiel einsatzrelevante Informationen auf dem Bildschirm dargestellt werden. Die Übermittlung von Positions- und Statusdaten an die Leitstelle ermöglicht dem Disponenten ein effektives Flottenmanagement. Für die Funkübertragung können 3 unterschiedliche Netze genutzt werden: 2m Digitalalarm (POCSAG), 4m Analogfunk,und GSM/GPRS-Netz. | 
Navigationssystem mit Funk-Daten-Modul FDM |
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Leitstellenseite In der Leitstelle liegen die Routingdaten als Koordinatenpaar vom Einsatzleitrechner mit dem Einsatz vor. Ein entsprechender Softwaretreiber formatiert diese Daten zur Übertragung auf das FDM im Fahrzeug. Hierbei stehen unterschiedliche Funknetze zur Verfügung: 
Signalwege zwischen Leitstelle und Fahrzeug
- Für die POCSAG-Übertragung werden die Daten als alphanumerische Meldung aufbereitet und dem Digitalen Alarmgeber (DAG) übermittelt.
- Zur Übertragung über Mobilfunknetze stehen die Koordinaten dem GPRS-Server zur Verfügung (s.u.)
- Um eine Übertragung im 4m-Band zur ermöglichen, erhält auch das in der Leitstelle vorhandene FMS-Gerät die Daten zur Aufbereitung als FFSK-Folgetelegramm
Auswahl Übertragungsmedium
Unabhängig davon, welche Funk-Infrastruktur vom Anwender bevorzugt wird: Das FDM passt sich den Gegebenheiten bezgl. des Übertragungsmediums an. So kann sich der zur Übertragung verwendete Weg an Verfügbarkeit oder/und Kosten orientieren; eine Umschaltung auf den jeweiligen Funkweg ist sogar automatisch gegeben, wenn etwa in einem 4-m-Funkloch auf GPRS umgeschaltet wird. GPRS-Server
Die GPRS-Datenübertragung zwischen der Leitstelle und den Fahrzeugen erfordert eine übergeordnete Verwaltungsinstanz. Der logische Bezug zwischen Fahrzeugkennung und IP-Adresse wird im sog. GPRS-Server (ein eigenständiger PC mit komplett installierter Firmware) verwaltet. Aufgabe des Servers ist es, die dynamische Adresszuordnung der Fahrzeugteilnehmer zu koordinieren. |
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